In Europa hat die Bienenpopulation um bis zu 30% abgenommen. Sie sind Krankheiten oder der Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen. Insbesondere der Einsatz von Pestiziden wirkt sich negativ auf die Bienenvölker aus. Außerdem befallen Parasiten die nur die Bienen auf der nördlichen Halbkugel befallen. Und, das erkennt das bloße Auge, ist der Rückgang von Blumenwiesen und die reduzierte Zahl an Imkern mit verantwortlich für eine Beschneidung des Lebensraumes der Bienen.
Der UNEP-Chef Achim Steiner erklärte, dass der Umgang des Menschen mit den Naturressourcen unsere gemeinsame Zukunft in diesem jahrhundert bestimmt. Immerhin würden von 100 Pflanzen, mit denen die Menschen 90% ihrer Ernährung bestreiten, 70 Arten von Bienen bestäubt.
Der Rückgang der Bienenpopulation liegt in Europa und den USA bei 30%, im Nagen Osten sogar bei 85%. In südlicheren Gefilden wie Australien, Afrika und auch Südamerika ist der Rückgang nur marginal.
Die NZZ berichtete Anfang 2011:
„Es bleibt rätselhaft, warum seit einigen Jahren vor allem in den USA im Winter viele Bienenvölker von einem Tag auf den anderen für immer und unauffindbar aus ihrem Stock verschwinden. Experten gehen davon aus, dass das als «Colony Collapse Disorder» (CCD) bezeichnete Symptom mehrere Ursachen hat, als eine davon wird die Ansteckung mit viralen Krankheitserregern vermutet. Über Art und Verbreitung der Viren ist jedoch noch vieles unklar. In einer neuen Studie kommen nun amerikanische Wissenschafter zum Schluss, dass einige der im Verdacht stehenden Bienenviren über Blüten und deren Pollen übertragen werden.Die Forscher haben in Pollensäcken von Honigbienen und wilden Bestäubern wie Wildbienen und Hummeln fünf verschiedene infektiöse Bienenviren gefunden. Die genetischen Fingerabdrücke der auf den verschiedenen Insekten gefundenen Viren waren identisch, woraus die Wissenschafter schließen, die Tiere hätten virusbefallenen Pollen voneinander auf Blüten aufgelesen. Damit zeigt die Studie einen neuen Übertragungsweg von Bienenviren. Wie bereits bekannt ist, können die Viren auch von den Bienen selbst oder beispielsweise von der Varroamilbe, einem Bienenschädling, übertragen werden. Diese Milben stünden jedoch bei der Verbreitung von CCD nicht im Vordergrund, sagt Vincent Dietemann vom Zentrum für Bienenforschung am Agroscope. Nicht alle Fälle von Bienensterben zeigten Anzeichen von CCD (unauffindbares Verschwinden). Bedeutender sei der Teil der Bienen, der wegen Varroa-Befalls im Stock eingehe. In der Schweiz seien bisher nur einzelne Verdachtsfälle von CCD aufgetreten. Bestätigte Fälle gebe es hier keine. Die letzten Jahre waren auch für die Schweizer Imker nicht einfach. Sie verzeichneten bei ihren Bienenvölkern immer wieder größere Verluste, insbesondere in den Jahren 2003 und 2007. Damals gingen fast 30% der Honigbienen über die Wintermonate ein, während in einem normalen nur rund 10%der Tiere sterben. Auffällig ist, dass oft ganze Völker eingehen. Solche Völkersterben hat es allerdings schon immer gegeben. Neu sind das Ausmaß und die regionalen Unterschiede: Während weite Landstriche überhaupt nicht betroffen sind, sind andere immer wieder betroffen. Über die Ursachen der mysteriösen Verluste, die weltweit auftreten, rätseln die Fachleute noch. Sicher scheint bloß, dass die Milbe „Varroa destructor“ eine entscheidende Rolle dabei spielt.