Die Naturwissenschaftler

Wer waren die Naturwissenschaftler, mit denen Erich Cramer so eng zusammenarbeitete?

Nein, es waren nicht nur die einzelnen Künstler die zusammen mit Erich Cramer das gewaltige Werk schufen, sondern auch Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen und Organisationen. Sie unterstützten die Arbeit Erich Cramers und gaben den einzelnen Zeichnungen den wissenschaftlichen Wert. So genoss er die Unterstützung folgender Organisationen - um nur einige aufzuführen:

der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Frankfurt a. Main
der Botanischen Staatssammlung, München
der Bayerischen Botanischen Gesellschaft, München
des Botanischen Instituts der Universität Frankfurt a. Main
des Zoologischen Staatsinstitutes und Museum der Universität Hamburg
der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates, München
der Botanischen Staatssammlung, München
der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde

Wichtig war für den Kronen-Verlag die wissenschaftliche Bearbeitung der einzelnen Werke, um ihnen die angestrebte Beachtung der Fachwelt zu sichern. Mit allen diesen Wissenschaftlern stand Erich Cramer mehr oder weniger regelmäßig in direkten Kontakt. Ebenso wie die Maler und Zeichner hatten sie ein maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der einzelnen Tafeln. Aus Briefen geht hervor wie außerordentlich wichtig es für Erich Cramer war anerkannte Fachleute zu rekrutieren, die ihm mit Rat und tat zur Seite stehen konnten und die teilweise komplexe Materie verständlich darstellen konnten.

Wie schrieb Erich Cramer 1965 in einem Brief über wissenschaftliche Textvorlagen, die jedes veröffentlichte Werk begleiteten: "Ich finde sie wissenschaftlich sehr fundiert, was sie im Interesse des Werkes, das ja hoffentlich auch in die Hände vieler Fachleute kommt, ja auch sein müssen. Andererseits scheint mir darin ein Problem zu liegen, wenn ich daran denke, dass wir ja auch mit den Volksschulen und mit weniger gebildeten Liebhabern als Kaufinteressenten rechnen müssen."
Und so blieb es nicht aus, dass er auch aktiv in die Textgestaltung eingriff, wenn ihm Ausführungen nicht verständlich genug erschienen.

Bekannte Wissenschaftler arbeiteten an den einzelnen Werken mit. Eine enge Freundschaft entwickelte sich zu Dr. Katharina Heinroth (1897-1990). Sie bearbeitete für den Kronen-Verlag das Werk über „Säugetiere“. Dr. Heinroth leitete von 1945 bis zum 1. Januar 1957 den Berliner Zoo und war damals die einzige Zoo-Direktorin Deutschlands.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Zoo in Schutt und Asche gelegt. Nur 91 der 3715 Tiere überlebten den Krieg. In der durch finanzielle Nöte, Futter- und Personalmangel geprägten Nachkriegszeit organisierte die Zoodirektorin Dr. Katharina Heinroth, die Ehefrau vom Aquariumsleiter Dr. Oskar Heinroth, den Wideraufbau des Zoos.
Gleichzeitig setzte sie die Arbeit ihres 1945 verstorbenen Mannes, der ein ausgebildeter Ornithologe war, an einem umfangreichen Werk über die mitteleuropäische Vogelwelt fort. Seit 1953 hatte sie auch einen Lehrauftrag für Allgemeine Zoologie an der Technischen Universität.
Sie war Ehrenmitglied des Berliner Tierschutzvereins seit 1949. Ferner besaß sie die Mitgliedschaft der internationalen Union der Direktoren Zoologischer Gärten und des Deutschen Zoodirektorenverbandes. Ihr besonderes Fachgebiet war die vergleichende Verhaltensforschung. 1957 wurde sie von der Bundesregierung mit dem Bundesverdienst-kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sie hielt bis zu seinem Tode im Jahre 1977 Kontakt zu Erich Cramer, mit dem sie zusammen Afrika bereist hatte.

Wertvolle Unterstützung erhielt Erich Cramer auch von dem bekannten Dr. Hermann Jahn (1911-1987), der zunächst in Köln studierte und in Kiel lehrte, um danach bis 1941 an einer deutschen Schule in Japan zu unterrichten. Er promovierte mit einer ornithologischen Arbeit über japanische Vögel, arbeitete an der deutschen Gesandtschaft in Schweden und trat nach Kriegsende in den Höheren Schuldienst. Jahn erwarb sich auf mykologischem Gebiet große Verdienste u. a. durch populäre Pilzbücher (1949, 1979), die viele Menschen für die Pilzkunde begeisterten. Er bearbeitete für den Kronen-Verlag das Werk über „Pilze“. Diese Zusammenarbeit begann 1961, als feststand, dass man doch ein „großes“ Pilzwerk produzieren wollte. Jahn selber arbeitete damals bei der Landesstelle für den Naturkundeunterricht in Recklinghausen. Claus Caspari, der die Pilze allesamt zeichnete stand schon seit vielen Jahren in losem Kontakt mit Jahn. Ein weiterer Mitarbeiter von herausragender Bedeutung an dem Pilzwerk war Dr. Josef Poelt (1924-1995). Er studierte Naturwissenschaften an der Universität München und promovierte 1950 dort mit „Die Moosvegetation im Gebiete des Starnberger Sees“. 1951 wurde er wissenschaftlicher Assistent am Botanischen Garten in München, später Konservator, Oberkonservator und schließlich, 1959, Leiter der Kryptogamenabteilung. Im selben Jahr habilitierte er an der Universität München. 1965-1972: o. Professor für Systematische Botanik der Freien Universität Berlin. Seit 1972: o. Professor für Botanik der Universität Graz. Führender Kryptogamenforscher, vor allem Lichenologe. Josef Poelt und Hermann zeichneten für die wissenschaftliche Bearbeitung der Sammlung Naturkundlicher Tafeln über „Pilze“ verantwortlich. Auch Dr. Poelt war Claus Caspari bekannt und er war von der Zusammenarbeit mit den beiden Wissenschaftlern angetan. „Ich glaube auch nicht, dass in einer Zusammenarbeit Poelt-Jahn Reibungen in einer Art auftreten würden, wie sie bei einigen unser bisherigen Werke hie und da entstanden.“ Mit dieser Einschätzung lag er richtig, denn einige tage bestätigte Erich Cramer: „Dr. jahn hat sich inzwischen gemeldet und ist begeistert auf unseren Vorschlag eingegangen und akzeptiert die von Dr. Poelt vorgeschlagene Arbeitsteilung. Er freut sich auf die Zusammenarbeit.“

Dr. Joachim Steinbacher (1911-2005) aus Frankfurt a. Main war tätig bei der „Ornithologische Sammlung des Natur-Museums und Forschungs-Instituts Senckenberg, Frankfurt a. Main“. Er war Herausgeber der Zeitschrift „Gefiederte Welt“ und Kustos für Ornithologie am Museum König, Berlin. 1954 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden des „Verbandes Deutscher Waldvogelpfleger und Vogelschützer“ und behielt diese Position 48 Jahren lang. Ziel des VDV ist die Haltung und Vermehrung einheimischer Vogelarten. Zusammen mir Dr. K. Heinroth bearbeitete er das Werk des Kronen-Verlag über „Mitteleuropäische Vögel“.

Dr. h. c. Erna MohrDr. h. c. Erna Mohr (1894-1968) war Wissenschaftlerin und eine anerkannte Tierforscherin, die nicht nur den Kronen-Verlag als Autorin unterstützte, sondern eigene Bücher, teils Standardwerke, u.a. anderen über Fische, und Schriften veröffentlichte. Sie arbeitete für das Zoologische Museum in Hamburg und zeichnete verantwortlich für die wissenschaftliche Bearbeitung des Werkes über „Säugetiere“

Dr. Theodor Haltenorth lebte von 1910 bis 1981. Im Jahre 1953 begründete er in seiner Funktion als Oberkonservator und Leiter der Säugetierabteilung der Zoologischen Sammlung des Bayerischen Staates in München die Zeitschrift „Säugetierkundliche Mitteilungen“ der Arbeitsgemeinschaft für Säugetierforschung. Haltenorths Hauptaugenmerk galt der Wild-katzenforschung. Darüber hinaus wurde er als Autor und Co-Autor mehrerer populär-wissenschaftlicher Tierbücher bekannt. Er arbeitete neben dem Kronen-Verlag, für den er das „Säugetier-Werk“ wissenschaftlich unterstützte, u.a. auch für Grzimek und veröffentlichte diverse Schriften, Kommentare und Bücher.


Dr. phil. Walter Forster (1910-1986) von der Zoologischen Staatssammlung, München war von1945 bis 1975 Leiter der Sektion Lepidotera. Unter seiner Leitung wurden der Eingang wichtiger Sammlungen verzeichnet. 1949 und 1954 unternahm er längere Forschungs- und Sammelexpeditionen nach Südamerika und 1964 eine weitere längere Forschungs- und Sammelexpedition nach Tansania. Von ihm erschien u.a. „Biologie der Schmetterlinge“ und zusammen mit anderen Wissenschaftlern arbeitete er für den Kronen-Verlag am Werk über „Mitteleuropäische Insekten-Werk“.
Auch für den Verleger Erich Cramer war es nicht immer einfach sich bei den Wissenschaftlern Gehör zu verschaffen, und so beklagte er sich mit unter auch bei den Künstlern: „Bei den Kronen-Büchern sind von Dr. Forsters Seite nun insofern Schwierigkeiten entstanden, als er von der Zweckmäßigkeit seiner Auswahl überzeugt ist und die Argumente, die von meiner und Herrn Schnacks Seite ihm vorgebracht worden sind, nicht einsehen will. Mit ist ganz unbegreiflich, dass er eine Darstellung wie die des Weidenbohrers für die Zwecke der Kronen-Bücher für geeignet hält, die, das habe ich vergeblich ihm klarzumachen versucht, doch auf Schönheit und Ästhetik abgestellt sein müssen und das für ihn als Wissenschaftler interessante Dinge nur dann berücksichtigt werden können, wenn sie den Ansprüchen sonst gerecht werden.“

Auch die renommierte Prof. Dr. Helene Francke-Grosmann (1900-1990) bearbeitete das Werk über die Insekten. Sie war eine international anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Forstwirtschaft, der Entomologie und der Mykologie. Sie war für die Bundesanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, Reinbek, tätig.

Prof. Dr. Herbert Weidner (1911- ) war der ehemalige Direktor des Zoologischen Instituts und Zoologischen Museums der Universität Hamburg. Mit 23 Jahren begann er als promovierter Zoologe seine hauptberufliche Laufbahn zunächst als „wissenschaftlicher Hilfsarbeiter“. Seine Habilitation erfolgte 1950, und 1955 wurde er zum Hauptkustos und außerplanmäßigem Professor. Im Jahre 1967 wurde er zum Abteilungsdirektor und Professor ernannt. Er hat nicht nur als Leiter der Schädlingsabteilung mit einer umfangreichen Auskunftstätigkeit und als Verwalter der Entomologischen Sammlung herausragendes geleistet, sondern vor allem auch auf wissenschaftlichem Gebiet eine vielseitige Forschungstätigkeit entfaltet, die ihn bald zu einem nationalen und international anerkannten Gelehrten werden ließ. Für den Kronen-Verlag bearbeitete er maßgeblich das Werk über Insekten.

Dr. Friedrich Kühlhorn (1912-1987) betreut für die Zoologische Staatssammlung, München in den Jahren 1951-1959 neben anderen Insekten-Ordnungen auch die Hymenopteren. Für den Kronen-Verlag bearbeitete er das Werk über „Mitteleuropäische Insekten“. Er veröffentlichte auch eigene Bücher u.a. „Lehrbuch der Entomologie“

Dr. Herbert Engel von der Zoologischen Staatssammlung, München bearbeitete ebenfalls den wissenschaftlichen Teil des Werkes über „Mitteleuropäische Insekten“.

Dr. H. Brandt von der Bayerische Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz, München. Er übernahm einen Teil der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung Naturkundlicher Tafeln über „Mitteleuropäische Insekten“ für den Kronen-Verlag.Schließlich beteiligte sich auch der sehr bekannte Prof. Dr. Wolfgang Engelhardt (1922-2006) von der Zoologischen Staatssammlung, München, an diesem Werk.
Die Spinnentiere wurden konsiliarisch bis 1958 vom jeweils einzigen Konservator für Wirbellose Tiere betreut. Von den Spinnenpräparaten überdauerten nur wenige den 2. Weltkrieg. In der Zeit der Leitung von Dr. Wolfgang Engelhardt (1948-1967) wurde die Araneen-Sammlung vor allem durch einheimische Arten bereichert.
Er nahm an der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlung Naturkundlicher Tafeln über „Mitteleuropäische Insekten“ teil.
Wie kein zweiter steht sein Name für die Geschichte des Naturschutzes in Deutschland, den er überein halbes Jahrhundert prägte. 32 Jahre lang war er Präsident des Deutschen Naturschutzringes, des Dachverbandes der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände, den er mit begründet hatte. Kaum eine Persönlichkeit in der deutschen Natur- und Umweltschutzbewegung war politisch so angesehen und diente unabhängig und gänzlich uneigennützig der Sache. Er hat sich für die Wert- und Qualitätssteigerung des Natur- und Umweltschutzes historische Verdienste erworben. Den für die Natur- und Umweltpolitik so wichtigen Dialog zwischen Staat und Gesellschaft hat er in den vielen Jahren mit großer Autorität und Integrationsfähigkeit voran gebracht. Sein Lebenswerk ist ein unerschütterliches Denkmal seiner Verdienste. Wolfgang Engelhardt wurde am 12. 10.1922 in München geboren. Nach dem Studium der Biologie, das ihn unter anderem eng mit Konrad Lorenz zusammen brachte, hatte schon früh einen Lehrauftrag für Naturschutz an der Technischen Universität München, den ersten einschlägigen Lehrauftrag im deutschsprachigen Raum. Nach seiner Habilitation lehrte er auch an der Ludwig- Maximilians Universität in München. In der Zeit als Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns war an der Konzeption für den Neubau der Zoologischen Staatssammlung Bayerns wie auch für das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen maßgeblich beteiligt. Dieses Ministerium war das erste Umweltministerium in Deutschland. Eines seiner größten Werke konnte 1991 vollendet werden, das Museum „Mensch und Natur“ in München. Auch beim Aufbau der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) half er und war von Beginn an und für viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender im Kuratorium. Sein Wirken fand stets große Anerkennung, was sich in den vielen nationalen und auch ausländischen Auszeichnungen widerspiegelte. So erhielt er z. B.1999 aus der Hand von Bundespräsident Rau das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. (Quelle: OroVerde Die Tropenwaldstiftung)

Dr. E. Franz vom Forschungs-Institut und Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt am Main bearbeitete für den Kronen-Verlag die Sammlung Naturkundlicher Tafeln über „Mitteleuropäische Insekten“. Er war Ehrenmitglied er Paläontologischen Gesellschaft.

Prof. Dr. Helmut Schröcke (geboren 1922) und Dr. Karl Ludwig Weiner vom Universitätsinstitut für Kristallographie und Mineralogie, München übernahmen die wissenschaftliche Seite des Mineralien-Werkes. Beide Wissenschaftler veröffentlichten 1981 auch „Mineralien – Ein Lehrbuch aus systematischer Grundlage“. Prof. Dr. Schröcke studierte Geologie und Mineralogie und promovierte 1951. Von 1954-1961 war er Assistent am mineralogischen Institut in Heidelberg und wechselte 1964 zur Ludwig-Maximillians-Universität in München, wo er Konservator, dann wissenschaftlicher Rat und seit 1967 Professor für Mineralogie war. Beide bearbeiteten die Sammlung Naturkundlicher Tafeln „Mineralien“ des Kronen-Verlag.

Prof. Richard Kräusel ( 1890-1966) war Professor der Universität Frankfurt a. Main und seit 1941 Leiter der Botanisch-Paläobotanischen Abteilung des Naturmuseums und Forschungs-Instituts Senckenberg, Frankfurt a. Main. Er bearbeitete zusammen mit Dr. Merxmüller von der Botanischen Staatssammlung in München die Werke über „Kräuter und Stauden“ sowie „Sträucher und Bäume“. Zwischen beiden Wissenschaftlern kam es bei der Bewertung der gezeichneten Werke des öfters zu unterschiedlichen Ergebnissen, die es erforderlich machten, dass Erich Cramer insbesondere die Gemüter der betroffenen Künstler wieder beruhigte und vermitteln eingriff. Prof. Kräusel war ein sehr wichtiger Gesprächspartner von Erich Cramer.
In Breslau am 29. August 1890 geboren, promovierte dort 1913 und wurde 1920 Studienrat am Goethe-Gymnasium in Frankfurt a. M. Hier habilitierte er sich im Jahre 1921 an der Universität. Neben dem Schuldienst gehörte er als Privatdozent, seit 1928 als n. b. a. o. Professor, dem Geologisch-Paläontologischen Institut an, seit dem Kriege in lockerer Form, aber bis zuletzt als aktiver Hochschullehrer. Er war ein vielseitiger, fruchtbarer Gelehrter, ein analytisch und synthetisch gleich sorgfältiger Arbeiter und, Berichten zufolge, eine ausgeglichene, warmherzig hilfsbereite Persönlichkeit. Studenten, Kollegen und Mitarbeiter haben den Menschen und Gelehrten stets gleich hoch geachtet. Sein Rat war immer wohl überlegt und von menschlicher Überlegenheit getragen. Wichtig sind seine Bearbeitungen des Aufbaues fossiler Hölzer und die beiden Monographien über fossile Koniferenhölzer – neben vielen anderen verschiedne andere Ehrenmitgliedschaften und mehrere Medaillen. Er starb im November 1966.

Prof. Dr. Hermann Merxmüller (1920-1988) von der Botanischen Staatssammlung, München, die er später als Direktor leitete. Er wurde zum außerordentlichen Professor an der Universität München ernannt und wirkte zuletzt als Privatdozent.
Er bearbeitete zusammen mit Prof. Kräusel die Werke über „Kräuter und Stauden“ sowie „Sträucher und Bäume“.
Prof. Dr. Hermann Merxmüller
Die Gründung des Instituts für Systematische Botanik der Ludwig-Maximillians-Universität in München wurde sehr stark von Prof. Hermann Merxmüller geprägt. Er übernahm 1956 die Leitung der Botanischen Staatssammlung München. Als anerkannter Wissenschaftler erhielt er ein Jahr später einen Ruf an die Freie Universität Berlin und wieder ein Jahr später an die Universität Zürich. Beruflich waren das interessante Perspektiven aber die Gründung eines eigenen Universitätsinstitutes im Jahre 1958 und der darauf folgende Ruf bewogen Hermann Merxmüller

dazu, seiner bayerischen Heimat treu zu bleiben. Über einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren leitete er das Institut für Systematische Botanik. Es war eine Zeit intensiven internationalen Wirkens, die ihn in der Systematischen Botanik weltweit zu einer anerkannten Autorität machte. 1985 wurde Merxmüller emeritiert. Mit seinem Tod (1988) ging eine Epoche zu Ende, die er wesentlich geprägt hat.

Dr. Heinrich Nothdurft arbeitete beim Staatsinstitut für Angewandte Botanik, Hamburg. Er wirkte zusammen mit Dr. Merxmüller und Prof. Kräusel bei dem Werk „Kräuter und Stauden“ mit.


Sie alle hatten Anteil an dem Erfolg des Kronen-Verlag und der Umsetzung der ursprünglichen Gründeridee Erich Cramers: durch die Zusammenkunft von herausragenden Naturwissenschaftlern und ausgezeichneten Künstlern ein einmaliges Werk über die Natur zu schaffen, in dem Form und Farbe exakt sind und gleichzeitig eine einzigartige Vorstellung von der Vielfalt und ästhetischen Schönheit der einzelnen Arten zu geben.

Dr. Heinrich Nothdurft arbeitete beim Staatsinstitut für Angewandte Botanik, Hamburg. Er wirkte zusammen mit Dr. Merxmüller und Prof. Kräusel bei dem Werk „Kräuter und Stauden“ mit.

Sie alle hatten Anteil an dem Erfolg des Kronen-Verlag und der Umsetzung der ursprünglichen Gründeridee Erich Cramers: durch die Zusammenkunft von herausragenden Naturwissenschaftlern und ausgezeichneten Künstlern ein einmaliges Werk über die Natur zu schaffen, in dem Form und Farbe exakt sind und gleichzeitig eine einzigartige Vorstellung von der Vielfalt und ästhetischen Schönheit der einzelnen Arten zu geben.
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