Die Sammler

Angesichts der ansteigenden Zahl der Projekte: naturkundliche Tafeln, Kronen-Bücher, Kalender, Weltwirtschafts-Wandkarten waren die Künstler nicht immer in der Lage das Pflanzenmaterial selber zu besorgen und so wurden Sammler, z.B. für das Pilzwerk beauftrage.
" Mit Linus Zeitlmayr ist's ein wahres Kreuz. Der Mensch ist so verlegen, dass man aus ihm kaum ein vernünftiges Wort herausbringt, wenn man ihm einen Vorschlag macht. Ich kenne ihn schon seit Jahren, wir sind befreundet und per Du, und trotzdem ist es mir nicht gelungen genau herauszubringen, ob er den gegenwert für sein sammeln nun als "Sachleistung" (Mikroskop) oder in bar haben will, abgesehen von einem Exemplar des Pilzwerkes, auf das er sich schon sehr freut. Alles was ich bisher aus ihm herausbringen konnte, war ein gepresstes "Ja, mei..) Soviel steht aber fest, das er gerne bereit ist, für uns zu sammeln, soweit es seine Gesundheit in den nächsten Jahren zulassen wird. Leider ist diese nicht zum besten. Er tut sich mit dem Schnaufen zunehmend schwerer, wird auch ständig dicker, weil er in ständiger Angst lebt, er könnte verhungern." So schrieb Claus Caspari an Erich Cramer in Vorbereitung des Werkes über Pilze.

"Heute hat mir Herr Stangl, einer meiner eifrigsten Sammler in Augsburg, eine kleine Aufstellung geschickt, aus der zu ersehen ist, dass er bis heute für den Kronen-Verlag insgesamt 5 Eilsendungen à 1,20 geschickt hat... Vielleicht schicken Sie ihm bei Gelegenheit diese 6 mark; es freut ihn sicher und spornt ihn zu weiterer Tätigkeit an."

1963 schrieb Claus Caspari hierzu: "Im übrigen hat eine Auszählung ergeben, dass weitaus die meisten Pilze von mir selbst gesammelt wurden, was mich einigermaßen erstaunt hat. Das besagt aber nicht so viel, wenn man bedenkt, das die übrigen Sammler eben zum großen teil Arten beigebracht haben, die nicht alltäglich oder sogar selten sind."

"Darf ich Sie bitten, mir zu bestätigen, dass Sie den betr. Herren je ein Werk als Anerkennung stiften; es würde sie sehr freuen, schon jetzt Bescheid zu wissen und ihren Sammeleifer für die letzte Runde noch womöglich erhöhen."

Aber, und wie heißt es im "Pilzwerk": "Besondere Mühe machte es, die in ihrem Auftreten ja vielfach sehr launischen Pilze zeitgerecht und den Arbeitsmöglichkeiten entsprechend für die Darstellung beizubringen." Und so wurde neben den bereits erwähnten Zeitlmayr und Stangl auch den Herren A. Einhellinger (Spezialist für Besonderheiten!), A. Neuner (Leiter der Städtischen Pilzberatungsstellen und Vorsitzender der Münchner Pilzvereins)und G. Stühler aus München gedankt, ebenso wie Dr. Bresinsky.

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